Stadttauben richtig füttern: Futter, Menge, Grit und Regeln

Welches Futter brauchen Stadttauben? Richtwert zu Menge, Wasser und Grit – plus Hinweise zu Hygiene, kontrollierten Futterplätzen und örtlichen Regeln.


Af Eurital Team
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Wer Stadttauben fachgerecht versorgt, braucht mehr als einen Beutel Brot: Geeignet ist eine vielfältige Körner- und Saatenmischung, ergänzt durch frisches Wasser und Grit. Gleichzeitig ist nicht jede Fütterung im öffentlichen Raum erlaubt oder sinnvoll. Entscheidend sind der örtliche Rechtsrahmen, ein kontrollierter Futterplatz und eine Menge, deren Verbrauch beobachtet wird.

Dieser Ratgeber richtet sich an Taubenhalter, Pflegestellen und Personen, die im Rahmen eines abgestimmten Stadttaubenprojekts füttern. Er ist keine Aufforderung zur unkontrollierten Straßenfütterung.

Welches Futter eignet sich für Stadttauben?

Stadttauben sind Nachfahren domestizierter Haus-, Brief- und Rassetauben und Körnerfresser. Das hessische Handbuch zum Stadttaubenmanagement beschreibt eine gute Futtermischung als Mischung aus zahlreichen Saaten. Genannt werden beispielsweise Mais, Erbsen, Weizen, Gerste, Milo, Dari, Wicken, Hirse, Kardisaat, Sojabohnen, Hafer, Raps, Leinsaat, Linsen und Sonnenblumenkerne.

Wichtiger als eine einzelne Zutat ist eine nachvollziehbar zusammengesetzte Mischung. Feuchtes, verschimmeltes oder von Schädlingen befallenes Futter gehört nicht in den Napf. Brot, gewürzte Speisereste und verdorbene Küchenreste sind kein geeignetes Taubenfutter.

Wie viel Futter braucht eine adulte Stadttaube?

Als fachlichen Richtwert nennt das hessische Handbuch abhängig von der Zusammensetzung etwa 35 bis 40 Gramm pro adulter Stadttaube und Tag. Dieser Wert ist eine Orientierung für eine kontrollierte Versorgung, keine pauschale Portion für jede Situation.

Der tatsächliche Bedarf hängt unter anderem von Futterzusammensetzung, Aktivität, Witterung und dem Zustand der Tiere ab. Der Verbrauch sollte beobachtet und die Menge bei Bedarf angepasst werden. Bleiben regelmäßig Reste liegen, müssen Portion und Ablauf überprüft werden.

Frisches Wasser und Grit

Zu einer kontrollierten Versorgung gehören frisches Wasser und Grit. Trinkgefäße sollten standsicher und sauber sein; verschmutztes Wasser wird ausgetauscht. Grit wird separat angeboten und regelmäßig erneuert. Das hessische Handbuch nennt neben geeignetem Körnerfutter ausdrücklich frisches Wasser und Muschelgrit.

Grit ist eine Ergänzung, kein Hauptfutter und kein Ersatz für eine vielfältige Körnermischung.

Futterplatz sauber und kontrolliert betreiben

  1. Nur eine kontrollierte, dem beobachteten Verbrauch entsprechende Menge anbieten.
  2. Futter so verteilen, dass auch rangniedere Tiere Zugang erhalten.
  3. Übrig gebliebenes Futter vollständig entfernen.
  4. Näpfe und Tränken regelmäßig reinigen und trocknen lassen.
  5. Futter kühl, trocken und verschlossen lagern.
  6. Kranke oder verletzte Tiere nicht eigenmächtig behandeln, sondern an eine Fachstelle melden.

Das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit weist darauf hin, dass bei privaten Fütterungen auf Plätzen häufig ungenutztes Futter zurückbleibt, das Ratten als Nahrungsquelle dient.

Örtliche Regeln vor der Fütterung prüfen

Die Regeln unterscheiden sich je nach Kommune und Standort. Köln verbietet beispielsweise das Füttern, Auslegen oder Anbieten von Futter für verwilderte Haus- und Wildtauben im öffentlichen Raum. Prüfe deshalb vor jeder öffentlichen Fütterung die örtliche Stadt- oder Gefahrenabwehrverordnung und frage im Zweifel beim Ordnungsamt, Veterinäramt oder Betreiber eines betreuten Taubenschlags nach.

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Wer zusätzlich eine Tränke und 5 Näpfe benötigt, findet beides zusammen mit 1,2 kg Futter im FooFine Taubenstarter-Set. Das Set ist für selbstständig fressende Tiere beziehungsweise eine mit einer Fachstelle abgestimmte Versorgung gedacht. Was bei einer aufgefundenen Taube zuerst zu beachten ist, erklärt der Ratgeber Taube gefunden – was darf sie fressen?. Größere Gebinde und weitere Mischungen stehen unter Rassetaubenfutter und Taubenfutter.

Wichtig: Bei einer gefundenen, verletzten oder geschwächten Taube zuerst fachkundige Hilfe organisieren. Vor einer Fütterung im öffentlichen Raum immer die örtlichen Regeln prüfen.

Quellen


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